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MonTI 10 (2018) - Aktuelle Herausforderungen und neu entstehende Trends in der medizinischen Translation

MonTI 11 (2019) - Weil sich etwas ändern muss: Die Ausbildung von Übersetzern und Dolmetschern - Gegenwart und Zukunft

 

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MonTI 10 (2018)

Aktuelle Herausforderungen und neu entstehende Trends in der medizinischen Translation

Herausgeber: Vicent Montalt i Resurrecció (Universität Jaume I Castellón) und Karen Korning Zethsen (Universität Aarhus)

Abgabetermin für die Einreichung von Beiträgen: bis 30. Juni 2017

Historisch gehen Translation und Medizin Hand in Hand. In den letzten Jahrzehnten hat sich die medizinische Translation zu einer wichtigen Nische für Berufsübersetzer entwickelt. Nationale und internationale Gesundheitsbehörden, Pharmaunternehmen, Medizinverlage, Hersteller medizinischer Geräte, Krankenhäuser sowie biomedizinische Forschungsteams befinden sich unter den zahlreichen Organisationen, die auf Übersetzer und Dolmetscher angewiesen sind. Um dem wachsenden Bedarf des Marktes gerecht zu werden, sind jüngst spezielle Ausbildungsprogramme in medizinischer Translation eingeführt worden, die spezifische Lehrpläne anbieten, mit denen den Besonderheiten dieser Art von Übersetzung Genüge geleistet wird. Trotz allem steckt die Forschung in medizinischer Translation noch in den Kinderschuhen. Der Groβteil der bisherigen Forschungsarbeiten folgte einer preskriptiven Sichtweise und konzentrierte sich auf terminologische Fragen im Zusammenhang mit hochspezialisierten Texten. In jüngster Zeit ist es zu einer Neuausrichtung der medizinischen Translation gekommen, wobei es um die Einbeziehung nicht nur einer Vielfalt von Fachbereichen und medizinischen Begriffen geht, sondern auch von Hilfsmitteln, Texten, Situationen, Organisationen, Kontexten und Teilnehmern. Diese offene Herangehensweise bezüglich der medizinischen Translation umfasst einerseits spezialisierte Texte aus der biomedizinischen Forschung, als auch die Ausbildung von medizinischem Personal und die Erziehung von Patienten, die Verbreitung in der Öffentlichkeit und den Medien.    

Dieser Aufruf zur Einreichung von Beiträgen läd dazu ein, über die Bedeutung und Reichweite sowohl der medizinischen Translation als auch der Übersetzer, die mit medizinischen Texten arbeiten, nachzudenken. Ebenso von Interesse ist die Frage, wie sich traditionelle Forschungsthemen medizinischer Translation (z.B. terminologische Aspekte) weiter entwickelt haben und welche neuen Untersuchungsgegenstände in den letzten Jahren ins Blickfeld gerückt sind. Zu diesen letzteren gehören unter anderem die Translation der Kommunikation zwischen Experten und Laien, die Berufsprofile medizinischer Translatoren, die Ausbildung medizinischer Translatoren bzw. die Verbesserung der Krankenhauskommunikation mittels Translation und Mediation.  

Willkommen sind sowohl konzeptuelle als auch empirische Studien, die dazu beitragen können, den Lernprozess bzw. die Berufspraxis zu verbessern.  

  • Translation und spezifische Gattungen
  • Translation in unterschiedlichen Umgebungen (z.B. Krankenhäusern)
  • Translation über Gattungen hinweg
  • Übersetzung der Kommunikation zwischen Experten und Laien (intralinguale Translation oder im Kombination mit interlingualer Translation)
  • Terminologie
  • Emotionale Aspekte der medizinischen Translation
  • Kulturelle Aspekte der medizinischen Translation
  • Kognitive Aspekte der medizinischen Translation, etwa Verständnisschwierigkeiten für den Translator der Kommunikation zwischen Experten

Zeitplan und Einreichtermin
Wer daran interessiert sein sollte, einen Beitrag für diesen Band beizusteuern, muss bis 30. Juni 2017 den kompletten in einer der offiziellen Sprachen der Zeitschrift (Englisch, Deutsch, Katalanisch, Spanisch, Französisch, Italienisch) abgefassten Artikel an das Sekretariat von MonTI (monti.secretaria@ua.es) schicken. Einzuschließen sind ein Titel und zwei Zusammenfassungen (jeweils max. 150 Wörter): eine auf Englisch und eine zweite Zusammenfassung in einer der anderen offiziellen Sprachen der Zeitschrift (Deutsch, Katalanisch, Spanisch, Französisch, Italienisch). Zwischen September und Oktober 2017 wird die Zeitschrift die Annahme bzw. Ablehnung der eingereichten Beiträge bekanntgeben. Im Frühjahr 2018 ist die Publikation der Monographie vorgesehen.

Kontakt
Wissenschaftliche Anfragen zur Monographie können an jeden der Herausgeber in folgenden Sprachen gerichtet werden: Spanisch, Katalanisch, Französisch, Englisch und Italienisch.

montalt@trad.uji.es

kkz@bcom.au.dk

Anfragen praktischer Art werden vom Sekretariat von MonTI auf Englisch, Katalanisch, Französisch und Spanisch entgegengenommen. Allgemeine Hinweise zu den Arbeitssprachen, zum Umfang der Beiträge und den Ausgaberichtlinien können hier konsultiert werden:  

http://dti.ua.es/es/monti-aleman/richtlinien-fur-autorinnen.html

 

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MonTI 11 (2019)

Weil sich etwas ändern muss: Die Ausbildung von Übersetzern und Dolmetschern - Gegenwart und Zukunft

 

Title:  Because something should change: Present & Future Training of Translators and Interpreters

Herausgeber: Dr. Miguel Tolosa Igualada (Universität von Alicante) & Dr. Álvaro Echeverri (Universität von Montreal)

Abgabetermin für die Einreichung komplett abfasster Originaltexte: 30. Mai 2018

Die digitale Revolution, von einigen als 3. Technikrevolution der Menschheit bezeichnet, hat uns in vollen Zügen in die gegenwärtige digitale Ära versetzt. Längst hat sich ihre Beständigkeit gezeigt und es lässt sich mittlerweise zweifelsfrei feststellen, dass sämtliche Bezugpunkte auf allen Ebenen von ihr verschoben worden sind. Laut Daten des ….( Observatorio para el Empleo en la Era Digital) werden acht von zehn jungen Menschen in der Altersklasse zwischen 20 und 30 Jahren eine Arbeit finden, die mit dem digitalen Bereich in Verbindung steht. Es handle sich dabei um Arbeitsplätze, die gerade am Entstehen sind bzw. noch nicht existieren. Andererseits ist jedoch festzustellen, dass es Berufsprofile gibt, die vor geraumer Zeit entstanden sind und sich den neuen Anforderungen einer globalen und sich ständig ändernden Welt angepasst haben. Das Übersetzen und Dolmetschen scheint den immer währenden Berufszweigen anzugehören, die sich im Laufe der Zeit den neuen Erfordernissen der Gesellschaft angepasst haben. Die Revolution – vielleicht kopernikanischen Ausmaβes –, die das Internet in den 90iger Jahren für die Arbeit des Übersetzers bzw. die Erfindung der Kabinen für das Simultandolmetschen in den 40iger Jahren bedeutet hat, hat entschieden zur Veränderung des Arbeitsablaufes beider Berufsfelder beigetragen. Dementsprechend hat sich die Ausbildung der Übersetzer und Dolmetscher ebenfalls verändern müssen.   

Die Pädagogik des Übersetzens und Dolmetschens hat sich gleichfalls entwickelt, und zwar im Einklang mit der Verstetigung der Translationswissenschaft und der Ausweitung ihrer Untersuchungsgegenstände. Unterschiedliche didaktische Ansätze haben im Laufe der Zeit zu Anpassungen im Ausbildungsprozesses der Übersetzer und Dolmetscher geführt. Die traditionelle Übersetzungsdidaktik und die in den 50iger und 60iger Jahren dominierenden kontrastiven Forschungsansätze wurden abgelöst vom zielorientierten Lernprozess, der von Jean Delisle in den 80iger Jahren vorgeschlagen wurde. In den 90iger Jahren präsentierte Amparo Hurtado ihr aufgabenorientiertes didaktisches Modell, das sie jüngst erneuert hat, um damit den Anforderungen des Europäischen Hochschul- und Forschungsraumes Rechnung zu tragen. Es handelt sich um ein kompetenzorientiertes Modell.

Eine deutliche Entwicklung lässt sich auch bezüglich der Teilnehmer am Lernprozess feststellen, besonders was die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden betrifft. Die traditionellen Hierarchien im Lernprozess – markant vertikal ausgerichtet – sind von Lernmodellen abgelöst worden, in denen der Lernende (mit der Hilfe und Orientierung des Dozenten) Verantwortung für seinen eigenen Lernprozess übernimmt. Diese kognitiv-verhaltensorientierten (Delisle 1990) und sozial-konstruktivistischen (cf. Kiraly 1995, 2000) Modelle wurden kombiniert mit der metakognitiven Übersetzungsdidaktik. Daraus resultierte eine Neuausrichtung der Rolle der Protagonisten des Lernprozesses.    

Trotz dieser bedeutenden Fortschritte ist es unerlässlich, über das Ich, Hier & Jetzt nachzudenken, welches jedes Bildungsprojekt ausmacht, besonders in einer sich so rasch und intensiv verändernden Welt. Die Grundlage dieses Ich (Übersetzer-Dolmetscher // Ausbildender // Initiator-Klient-Konsument), dieses Hier (eine globalisierte Welt) und dieses Jetzt (die Gegenwart) der Übersetzung und des Dolmetschens scheint mehr oder weniger klar zu sein. Darauf bauen die gegenwärtigen Bildungsprogramme für Übersetzer und Dolmetscher allerorts auf. Sich jedoch nur auf die Gegenwart zu konzentrieren, erscheint aus pädagogischer Sicht äuβerst riskant, da diese Jetztbezogenheit eine rein punktuelle und statische Perspektive bietet. Der/die Ausbildende von Übersetzern und Dolmetschern muss die Gegenwart sicherlich im Auge behalten. Gleichwohl hat er/sie auch die Aufgabe den sich abzeichnenden Horizont zu erahnen, wenn er auch noch kaum zu erkennen ist. Das notwendige aber nicht ausreichende Ich, Hier & Jetzt hat ersetzt zu werden durch eine Analyse des Ich, Dort & Dann.

Der vorliegende Band setzt sich zum Ziel, Beiträge zu vereinen, in denen die Ausbildung von Übersetzern bzw. Dolmetschern beleuchtet wird. Folgende Forschungsfelder bieten sich diesbezüglich an:

1. Berufsprofil des Übersetzers und Dolmetschers: in der Gegenwart und Zukunft. Welche Aufgaben und Funktionen hat er/sie tagtäglich zu erfüllen? Welche Berufsbereiche deckt er/sie heute ab und um welche wird er/sie sich in der Zukunft kümmern? Wie üben Übersetzer und Dolmetscher heute ihre Arbeit aus und wie werden sie es in der Zukunft tun? Welche Technologie verwenden sie heute und auf welche werden sie sich morgen stützen?

2. Das Profil der “Verbraucher” von Übersetzungen und Dolmetschleistungen in der digitalen Ära. Welche Erwartungen, Bedürfnisse und Ansprüche stellen sie heute? Und in der Zukunft? Wie sieht die Form und Funktion der Übersetzungen und Dolmetschleistungen der Zukunft aus?

3. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die morgigen Übersetzer und Dolmetscher nicht nur ihren Beruf auszuüben haben, sondern auch in der Lage sein müssen, zu lernen, wie sie zu lernen haben, stellt sich die Frage nach den für sie geeigneten neuen Ausbildungsmodellen. Welche Elemente werden in den heutigen Lehrplänen hervorgehoben und welche werden in der Zukunft entscheidend sein? Welche Ausbildungsziele bestehen heute und welche werden in der Zukunft eine zentrale Rolle spielen? Welche Kompetenzen müssen Übersetzer und Dolmetscher mit Hilfe ihrer Ausbilder heute bzw. in der Zukunft erlernen? Auf welche Lehrmethoden wird heute bzw. in der Zukunft zurückgegriffen, um Übersetzer und Dolmetscher auszubilden? Wie sehen die derzeitigen Evaluierungsmodelle aus und welche Form werden sie künftig annehmen? Welche Technologie wird bei der Ausbildung von Übersetzern und Dolmetschern im 21. Jahrhundert erforderlich sein? Welche Aspekte des Ausbildungsprozesses (Wissenserlangung, Erlernen des Know-how) jenseits des Produktes sind heute wichtig und welche werden es in der Zukunft sein?

4. Welche Elemente, sowohl was die Ausbildung als auch die Berufsausübung betrifft, werden mehr oder weniger „unverändert“ bleiben? Sofern solche Elemente existieren, können sie die Grundlage für eine neu zu schaffende Translationsdidaktik bilden?

5. Ausbildungsmodelle für Ausbilder. Wie werden die Ausbilder der zukünftigen Übersetzer und Dolmetscher auf die neuen didaktischen Modelle reagieren und wie werden sie sich der neuen Realität der digitalen Ära anpassen? Wie sieht das gegenwärtige Ausbildungsmodell für Ausbilder aus und welche Modelle werden künftig erfolgversprechend sein? Wie werden die Ausbildungsziele lauten und wie werden sie zu erreichen sein?

6. Forschungsmethoden im Bereich der Ausbildung von Übersetzern und Dolmetschern. Welche Schritte sind zu unternehmen, um im Bereich der Translationsdidaktik und Translationspädagogie eine ähnlich bedeutende Forschungstradition zu erzielen, wie dies bereits in anderen Forschungsfeldern wie etwa der Übersetzungsgeschichte der Fall ist?

Zeitplan und Einreichtermin

Wer daran interessiert sein sollte, einen Beitrag für diesen Band beizusteuern, muss bis 30. Mai 2018 den kompletten in einer der offiziellen Sprachen der Zeitschrift (Englisch, Deutsch, Katalanisch, Spanisch, Französisch, Italienisch) abgefassten Artikel an das Sekretariat von MonTI (monti.secretaria@ua.es) schicken. Einzuschließen sind ein Titel und zwei Zusammenfassungen (jeweils max. 150 Wörter): eine auf Englisch und eine zweite Zusammenfassung in einer der anderen offiziellen Sprachen der Zeitschrift (Deutsch, Katalanisch, Spanisch, Französisch, Italienisch). Im September/Oktober 2018 wird die Zeitschrift die Annahme bzw. Ablehnung der eingereichten Beiträge bekanntgeben. Im Frühjahr 2019 ist die Publikation der Monographie vorgesehen.

Kontakt
Wissenschaftliche Anfragen zur Monographie können an jeden der Herausgeber in folgenden Sprachen gerichtet werden: Spanisch, Katalanisch, Französisch und Englisch.

miguel.tolosa@ua.es

a.echeverri@umontreal.ca

Anfragen praktischer Art werden vom Sekretariat von MonTI auf Englisch, Katalanisch, Französisch und Spanisch entgegengenommen. Allgemeine Hinweise zu den Arbeitssprachen, zum Umfang der Beiträge und den Ausgaberichtlinien können hier eingesehen werden:  

http://dti.ua.es/es/monti-aleman/richtlinien-fur-autorinnen.html

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Departament de Traducció i Interpretació / Departamento de Traducción e Interpretación


Universidad de Alicante
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